Zierkürbis GIFTIG !!! Bitte nicht füttern
Cucurbita pepo Meine Erfahrungen / Anmerkungen zu dem Eintrag: (EMail)

Auszug aus einer email an die Mailingliste: Schildifutter - Mailingsliste von Marion Minch
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Zierkürbisse werden gerne aus den drei Varianten:
Speisekürbis, Flaschenkürbis und wilder Kürbis gezogen.

Der wilde Kürbis, der im Mittelmeerraum vorkommt, ist allerdings je nach Art leicht bis schwer giftig!

Zierkürbisse sollten NICHT zur Fütterung von Tier und/oder Mensch dienen, da man bei ihnen ne weiss aus welchen Arten sie gezogen wurden. Sowohl die Blätter, Blüten als auch Früchte sind hierbei als kein geeignetes bis giftiges Futter anzusehen!

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Auszug aus einer email an die Mailingliste: Schildifutter - Mailingsliste von Marion Minch
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als giftig und somit abslout ungeeigent haben sich folgende Arten herausgestellt:

Zweifarbige Birne (Cucurbita pepo)
Kelle (Cucurbita pepo)
Gestreifte Birne (Cucurbita pepo)
Flat Striped (Cucurbita pepo)
Weisser Ball gewarzt (Cucurbita pepo)
Weisses Ei (Cucurbita pepo)
Zweifarbige Teufelskrallen (Cucurbita pepo)
Gestreifte Teufelskralle (Cucurbita pepo)
Gewarzte Orange (Cucurbita pepo)
Oranger Ball (Cucurbita pepo)

auch bei den sogenannten Kalebassen wäre ich übervorsichtig!

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Auszug aus einer email an die Mailingliste: Schildifutter - Mailingsliste von Wilf Diethelm
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Hallo Schildkrötenfreunde (und -innen)

Nachdem einem Kollegen etwa vier ausgewachsene Schildkröten verendet sind,
erhielt er von der Tierärztin den Befund:
Vergiftung durch Zierkürbis.
Wer das nicht glauben mag, kann unten stehenden Artikel aus der heutigen
NZZ lesen. Auch für Menschen ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste.
Freundliche Gruesse
Wilf

Meine Schildkroeten:
http://www.udena.ch/wilf
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NZZ 17. Oktober 2002- kus:
Heftiges Erbrechen, Kolikschmerzen und schwerer, manchmal sogar blutiger
Durchfall - wen diese Symptome innert Stunden nach dem Genuss eines Kürbis-
oder Zucchini-Gerichts überfallen, der leidet wahrscheinlich an einer
Kürbisvergiftung. Vor wenigen Tagen hat das Schweizerische Toxikologische
Informationszentrum in Zürich bereits den zweiten solchen «mittelschweren»
Vergiftungsfall registriert. Die Mehrzahl der Fälle - das Zentrum erhält
etwa ein bis zwei private Anfragen pro Woche - verlaufe jedoch
glimpflicher, sagt Andrée Meier-Abt, Toxikologin am Informationszentrum.
Meist reiche es aus, dafür zu sorgen, dass die Patienten reichlich tränken,
am besten mit etwas Salz und Zucker angereichertes Wasser. Lebensbedrohlich
werde eine Kürbisvergiftung bei richtiger Behandlung hierzulande praktisch
nie.
Verantwortlich für die Magen-Darm-Symptome sind die Cucurbitacine. Mit
diesen giftigen Bitterstoffen schützen sich wilde Kürbispflanzen (Familie
Cucurbitaceae) vor Insektenfrass. Aus den Speisekürbissen und Zucchini
wurden die Gifte jedoch herausgezüchtet. Bei Zierkürbissen machte sich
diese Mühe aber niemand. Da sich alle Kürbisvarianten, zu denen auch die
Zucchini zählen, miteinander kreuzen lassen, kann das «giftige» Gen auf
diese Weise in die Samen der Speiseformen gelangen sowie in die aus ihnen
gezogenen Früchte. Meier-Abt warnt daher davor, selbst gezüchtete Samen zu
säen oder Pflanzen abzuernten, die «von alleine» im Garten aufgetaucht
sind. Deklariertes, offizielles Saatgut sei dagegen unbedenklich. Optisch
lassen sich die giftigen praktisch nie von den ungiftigen Früchten
unterscheiden. Die Cucurbitacine verraten sich zwar selbst durch ihren
bitteren Geschmack. Da dieser aber beispielsweise durch starke Gewürze
überdeckt werden kann, sollte man vor der Zubereitung ein kleines Stück des
Gemüses roh und ungewürzt probieren, rät Meier-Abt; schmecke es bitter, sei
der Bissen sofort auszuspucken. Mit dieser Vorsichtsmassnahme, meint die
Toxikologin, liessen sich die giftigen Exemplare mit hoher Sicherheit
erkennen.
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Ende Zitat.

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Auszug aus einer email an die Mailingliste: Schildifutter - Mailingsliste von Eva Unterburg
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Ein zu groß gewachsener Zierkürbis war Ursache für meine heftigen Vergiftungserscheinungen. Im Glauben einen Speisekürbis aus dem Garten meiner Eltern mitgenommen zu haben, der weder im Aussehen, noch in der Beschaffenheit einem Zierkürbis ähnlich war, kochte ich daraus eine Suppe.
Der extrem bittere Geschmack wirkte sofort betäubend im Mund. Obwohl ich nichts davon gegessen hatte, wurde mir zwei Stunden danach sehr übel. Das wenige Gift, das ich nur über die Mundschleimhaut aufgenommen hatte, reichte wohl aus, um heftiges Erbrechen, Durchfall und Kreislaufprobleme hervorzurufen. Die Vergiftungszentrale in Berlin klärte mich auf: je bitterer, desto giftiger. Ist das Gift erstmal im Körper, kann man außer einer symptomatischen Behandlung nichts machen, außer durchzuhalten. Mit kleinen Kindern, die gerne Kochen spielen o.ä. ist also äußerste Vorsicht geboten.

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Weiterführende Links (deutsch):

hobgoblin

Legende:

GIFTIG !!! Bitte nicht füttern