Heuschrecke Sommer- und Winterfutter Tropische Landschildkröten Feuchtgebiete Sumpf-Schildkröten Wasser-Schildkröten (tropische) Wasser-Schildkröten (allesfressend)
Meine Erfahrungen / Anmerkungen zu dem Eintrag: (EMail)

Auszug aus einer email an die Mailingliste: Schildifutter - Mailingsliste von Marion Frost
>>
Heuschrecken sind ausgezeichnete Futtertiere. Durch ihre anschauliche Größe sind sie ausgewachsen ein anständiger Happen für viele fleischfressende Schildkröten. Heuschrecken verstecken sich nicht im Terrarium und sind recht langsam. Sie sind Pflanzenfresser und gefährden nicht die Schildkröten, jedoch evtl. Bepflanzung.
Ihre Zucht ist nahezu geräusch- und geruchlos. Es stehen Futtertier von 6mm bis 6cm zur Verfügung. Je nach Fütterung der Heuschrecken liegt ihr Proteingehalt bei 68,5-73,1 % in der Trockensubstanz.
 

Zuchtanleitung für Wanderheuschrecken (Locusta migratoria)
Für die Heuschreckenzucht werden ca. 20 adulte Heuschrecken je Behälter gebraucht, wobei auf eine gleichmäßige Geschlechterverteilung geachtet werden soll. Die Weibchen sind größer, als die männlichen Heuschrecken.
Plastik- oder Glasterrarien, aber auch selbstgebaute Holzkästen können als Zuchtbehälter gebraucht werden. Die Terrarien sollten die Ausmaße von 60x40x60 (LxBxH) und 40x30x30 (LxBxH) nicht unterschreiten. Die Einrichtung der Terrarien richtet sich nach den Bedürfnissen der Tiere.
Die Terrarien sollten mit dünnen Kletterästen oder ineinander gedrückte Eierpappen und einem 13 cm hohen Ablage- bzw. Schlupfbehälter ausgestattet sein. In dem Ablagebehälter kann u.A. Blumenerde o. Torf, der immer leicht feucht gehalten werden muss, gegeben werden. Die Bodenfläche wird mit einer dünnen Schicht Hundeflocken bestreut.Unter den Zuchtbehältern kann eine Heizmatte gelegt werden, über den Becken werden zwei Neonröhren angebracht, durch deren Vorschaltgeräte zusätzlich Wärme abgegeben wird. Gewarnt wird vor der Installation der Beleuchtung im Becken. Die Heuschrecken können die Isolierung von den Kabeln anfressen. Die Heizmatte ist Tag und Nacht im Betrieb. Die Beleuchtung beträgt täglich 12 Stunden und wird mit einer Zeitschaltuhr geschaltet.
Die Behälter werden als Zucht- oder Aufzuchtbecken genutzt. Die Zuchttiere bleiben etwa für 15-20 Tage darin, und werden dann verfüttert. So entfällt die Reinigungsarbeit in dem Behälter. Etwa 10 Tage nach beginn der Legetätigkeit, noch bevor die ersten Larven schlüpfen, wird der Ablagebehälter im Zuchtbecken durch einen neuen ersetzt und in das Aufzuchtterrarium überführt Die Larven schlüpfen aus im Erdreich abgelegte Eipakete, die mit einer Schaumhülle vor dem Austrocknen geschützt sind. Nach ca. 3 Wochen, je nach Temperatur schlüpfen die Jungtiere, die etwa 6-10mm lang sind. Die Jungtiere häuten sich alle 4-5 Tage und sind nach 4-5 Wochen Geschlechtsreif und können dann zur Zucht herangezogen werden. Nach Friedrich & Volland benötigen die Eier bei einer Temperatur von tagsüber 30-35°C und Nachts 20°C bis zum Schlupf 12-16 Tage. Nach 25-30 Tagen sind die Larven ausgewachsen . Ein Imago braucht etwa eine Woche, um geschlechtsreif zu werden. Dann beginnen die Tier mit der Paarung und legen nach vier Tagen die ersten Eier. Die Weibchen bohren ihren Hinterleib in den Boden, wobei dieser durch das Strecken der Segmente um das ca. 1,5 Fache länger wird. Während seines Lebens kann ein Weibchen 6-12 Eipakete mit je 30-40 Eiern produzieren. Werden die Eier bei konstant 35°C und 24 Stunden Dauerbeleuchtung gehalten, verkürzt sich die gesamte Entwicklung um zwei bis drei Wochen.Die Tiere werden einmal täglich gefüttert. Je nach Besatz erhalten sie ein bis zwei Hände voll Weizenkeimlinge pro Behälter. Die Weizenkeimlinge werden in einem Biosnacky angebaut. Es handelt sich hierbei um ein in Reformhäusern erhältliches System aus übereinander stapelbaren Schalen zur Sprossenzucht. Auch käufliche Salate werden gefressen, stellen aber wegen der Rückstände aus Düngemitteln und Herbiziden keine optimale Grundlage für unbelastetes Futter dar. Im Sommer können Wildkräuter von unbehandelten Wiesen genommen werden. Wichtig bei der Zucht ist der Zusatz von Hundeflocken (z.B. Matzinger 5-Korn-Flocken) als Eiweißquelle, die den Tieren ohne Einschränkung zur Verfügung steht. Die wachsenden Larven und Zuchttiere gedeihen sichtlich besser. Den Feuchtigkeitsbedarf decken die Tiere über das Grünfutter, Wasser wird nicht zusätzlich angeboten.

<< 

Legende:

Sommer- und Winterfutter Tropische Landschildkröten Feuchtgebiete Sumpf-Schildkröten Wasser-Schildkröten (tropische) Wasser-Schildkröten (allesfressend)